Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere 3D-Druck-Dienstleistungen, Dateiformate und Fertigungsprozesse.
Kann ich fertige 3D-Modelle aus dem Internet bei Ihnen drucken lassen?
Ja, selbstverständlich. Plattformen wie Thingiverse, Printables, Thangs oder GrabCAD bieten eine riesige Auswahl an vorgefertigten Modellen.
Bitte beachten Sie jedoch zwei Dinge:
- Nicht jedes digital erstellte Modell ist automatisch physikalisch „druckbar“ (es muss z. B. wasserdicht/manifold sein und realistische Wandstärken aufweisen). Wir prüfen Ihre heruntergeladenen Dateien gerne und bereiten sie bei Bedarf über unseren CAD-Service auf.
- Für gewerbliche Zwecke müssen Sie sicherstellen, dass die Lizenz des Erstellers eine kommerzielle Nutzung oder Vervielfältigung erlaubt.
In welchen Dateiformaten muss ich meine Modelle anliefern?
Die sichersten Industriestandards für den 3D-Druck sind .STEP (bzw. .STP) und .STL. Auch moderne Formate wie .3MF oder klassische .OBJ-Dateien verarbeiten wir in der Regel problemlos.
Tipp: Wenn Sie das Modell exportieren, achten Sie auf eine ausreichend hohe Auflösung (Feinheit der Dreiecksnetze), damit Kurven im Druck nicht eckig (facettiert) wirken.
Sollten Sie keine 3D-Daten besitzen, sondern nur eine 2D-Skizze oder ein defektes Originalteil haben, übernimmt unser Konstruktions-Team gerne die CAD-Erstellung oder das Reverse Engineering für Sie.
Welche Materialien stehen für mein Projekt zur Verfügung?
Unser Portfolio ist auf industrielle und professionelle Anwendungen ausgerichtet. Je nach Druckverfahren reicht die Auswahl von:
- Standard-Thermoplasten: PLA, PETG, ABS (für einfache Prototypen und Gehäuse).
- Technischen Hochleistungskunststoffen: PA12 (Nylon), TPU (flexibel), PC (Polycarbonat) oder kohlenstofffaserverstärkten Polymeren für maximale mechanische Belastung.
- Spezialharzen (Resins): Glasklare, biokompatible oder extrem hitzebeständige Harze für die Stereolithografie (SLA).
- Metallen: Aluminium, Edelstahl, Werkzeugstahl und Titan für kompromisslose Endbauteile aus dem SLM-Verfahren.
Wir beraten Sie gerne objektiv, welches Material Ihr spezifisches Lastenheft am besten erfüllt.
Was sind Stützstrukturen (Supports) und warum werden sie benötigt?
Da kein 3D-Drucker „in die Luft“ drucken kann, benötigen starke Überhänge oder Brücken im Bauteil eine temporäre Unterkonstruktion.
- Bei den FDM- und SLA-Verfahren werden diese Stützstrukturen aus Kunststoff oder Harz mitgedruckt. Bei unseren modernen Maschinen verwenden wir dafür oft wasserlösliche Materialien, die nach dem Druck rückstandslos ausgewaschen werden.
- Beim Metall-Druck (SLM) sind massive Stützen zwingend erforderlich, um die enorme Hitze des Lasers abzuleiten und das Bauteil vor Verzug zu schützen.
- Beim SLS-Verfahren (Pulverbett) werden hingegen absolut keine Stützstrukturen benötigt, da das ungesinterte Pulver das Bauteil im Bauraum trägt. Dies ermöglicht völlige geometrische Formfreiheit.
Bieten Sie Nachbearbeitungen für die gedruckten Teile an?
Ja. Der reine 3D-Druck ist oft nur der erste Schritt zum fertigen Produkt. Abhängig vom gewählten Verfahren und Ihren optischen oder mechanischen Ansprüchen bieten wir verschiedene Veredelungen an:
- Professionelles Entfernen der Stützstrukturen
- Sandstrahlen, Glasperlenstrahlen oder Gleitschleifen (Trowalisieren) für homogene, matte Oberflächen
- Infiltrieren und Färben von SLS-Bauteilen
- Grundieren, Schleifen und professionelles Lackieren (z. B. für Messemodelle)
- Gewindeschneiden und Einsetzen von Gewindebuchsen (Inserts)
Wie setzen sich die Kosten für einen 3D-Druck zusammen?
Da jedes 3D-Druck-Projekt ein individuelles Unikat ist, gibt es keine pauschalen Preislisten. Die Kosten für Ihr Bauteil kalkulieren wir transparent anhand folgender Faktoren:
- Bauteilvolumen & Material: Wie viel Gramm des gewählten Kunststoffs, Harzes oder Metalls werden verbraucht?
- Maschinenlaufzeit: Wie lange blockiert das Bauteil die Druckanlage? (Abhängig von der gewünschten Schichthöhe und Detailstufe).
- Druckverfahren: Ein FDM-Druck ist in der Regel wirtschaftlicher als ein hochpräziser Metall- oder SLA-Druck.
- Manuelle Nacharbeit: Welches Post-Processing (z. B. Lackieren oder aufwändiges Entfernen von Metall-Supports) ist gewünscht?
Senden Sie uns einfach Ihre 3D-Dateien über unser Kontaktformular – wir prüfen die Machbarkeit und senden Ihnen zeitnah ein verbindliches, transparentes Angebot.
