
Grenzenlose Geometrie und Serienreife –
Selektives Lasersintern (SLS)
Das Selektive Lasersintern (SLS), in der Industrie oft als Pulverbettverfahren bezeichnet, ist die Königsklasse, wenn es um maximale Formfreiheit und belastbare, funktionale Bauteile geht. Bei dieser fortschrittlichen Technologie verschmilzt (sintert) ein hochpräziser Laser feines Kunststoffpulver (meist Polyamid/Nylon) Schicht für Schicht zu einem soliden Objekt. Der entscheidende Vorteil: Das umgebende, ungeschmolzene Pulver stützt das Bauteil während des gesamten Druckvorgangs. Dadurch entfallen Stützstrukturen (Supports) komplett, was eine beispiellose Konstruktionsfreiheit ermöglicht.
Unser Ansatz: Belastbare Endbauteile und wirtschaftliche Kleinserien
Mit modernsten industriellen SLS-Anlagen produzieren wir Bauteile, die durch konstantes Temperaturmanagement und optimale Lasersteuerung nahezu isotrope (in alle Richtungen gleich belastbare) mechanische Eigenschaften aufweisen. Damit verlässt der SLS-Druck die reine Prototypenphase und ist die ideale Lösung für die wirtschaftliche Fertigung von Kleinserien, Ersatzteilen und langlebigen Endprodukten in echter Industrie-Qualität.
Ihre Vorteile beim SLS-Verfahren:
- Völlige Formfreiheit: Da keine Stützstrukturen benötigt werden, können extrem komplexe Geometrien, tiefe Hinterschneidungen, interne Kanäle und sogar ineinander verschachtelte, bewegliche Baugruppen in einem einzigen Durchgang gedruckt werden (Print-in-Place).
- Hervorragende Mechanik: SLS-Bauteile sind extrem zäh, schlagfest und abriebfest. Sie halten hohen mechanischen und thermischen Belastungen stand und eignen sich perfekt für Funktionstests und den Dauereinsatz.
- Keine Nacharbeit für Supports: Ohne lästiges Entfernen von Stützstrukturen besteht keine Gefahr, filigrane Details beim Auspacken (Entpulvern) zu beschädigen.
- Wirtschaftlichkeit bei kleinen Stückzahlen: Der Bauraum kann dreidimensional komplett (auch übereinander) mit verschiedenen Bauteilen bestückt werden („Nesting“), was die Fertigung von Kleinserien extrem kosteneffizient macht.
Charakteristische Eigenschaften (Darauf sollten Sie achten):
- Oberflächenbeschaffenheit: SLS-Bauteile haben von Natur aus eine leicht raue, leicht poröse Oberfläche, die an einen sehr feinen Sandstein oder matten Kunststoff erinnert. Diese Struktur eignet sich jedoch hervorragend für anschließendes Färben (Infiltrieren) in unterschiedlichsten Farben.
- Materialauswahl: Die Auswahl an Pulvern ist spezialisierter als beim FDM-Verfahren, fokussiert sich aber auf Hochleistungskunststoffe wie PA12 (Polyamid), glasgefüllte Varianten für höhere Steifigkeit oder elastische TPU-Pulver.
Typische Anwendungsgebiete:
- Komplexe Funktionsteile mit Filmscharnieren oder Schnapphaken
- Gewichtsoptimierte Leichtbaustrukturen (Bionik)
- Wirtschaftliche Fertigung von Klein- und Mittelserien (als Alternative zum Spritzguss)
- Belastbare Betriebsmittel und Werkzeuge
- Luftkanäle und fluiddynamische Bauteile
(Eine detaillierte Übersicht aller verfügbaren SLS-Kunststoffpulver finden Sie auf unserer Materialseite.)
